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Mühlsteinbrüche

Ratgeber/in: Regine Thiering

Die Mühlsteinbrüche befinden sich im Naturschutzgebiet des kleinen Luftkurorts Jonsdorf im Zittauer Gebirge. Dort, wo einst Bergarbeiter schwere Gesteinsbrocken aus dem Sandstein schürften, windet sich nun ein Naturlehrpfad durch Baum- und Felsformationen. Über Stock und Stein, in Felsen geschlagene Treppchen hinauf und durch enge Spalten hindurch passiert man meterhohes Gestein und kann hier die Natur und das frühere Abbaugebiet inzwischen mühelos erkunden.

Bizarre Felsformationen zieren den Weg

Je weiter man geht, desto stärker ist das Gefühl, in den Bann einer Märchenwelt zu geraten: Wohnt hier etwa der altehrwürdige Riese Steinbeißer? Jedenfalls scheint er seine Spuren hinterlassen zu haben: zermalmte Brocken säumen den Wanderweg. Am Wegesrand kann man Bekanntschaft machen mit einigen tierartigen Gebilden eines kuriosen Steintierzoos ebenso wie sakral wirkenden Orgelformationen oder dem fiesen „schwarzen Loch“. Und das Natursteinhäuschen inmitten des Waldes mit den kleinen Fenstern könnte von den sieben Zwergen stammen. Mutige klettern auf mächtige Felsen empor und genießen den Ausblick über die Baumwipfel hinweg. Alle anderen haben einen fabelhaften Panoramablick auf gesicherten Felspfaden zu den nahegelegenen Nonnenfelsen. Der Weg führt schnurstracks darauf zu. Die Kulturbeflissenen ahnen welch schwere Arbeit die Steinbrecher in der alten Steinbruchschmiede vollbrachten. Was für eine Erleichterung hier heute Ruhe vor Arbeitswelt zu finden und mit geschmierten Broten und der Thermoskanne im Wandergepäck die Ruhe zu genießen.

Die Tourist-Information Jonsdorf bietet eine geführte Wanderung durch das Gebiet der Mühlsteinbrüche an. Sie führt entlang des Naturlehrpfades durch das Steinbruchgebiet mit Besuch der Steinbruchschmiede.

Mit oder ohne geführter Tour eignet sich ein Besuch der Steinbrüche für die ganze Familie.

Hier findest du weitere TOUR Infos.

Fotos: Lisa Lahr