Keynote zur sächsischen Festveranstaltung zum internationalen Frauentag am 7. März im Landtag Sachsen

Unter dem Motto „Stark. Sichtbar. Sächsisch. – Junge Frauen zwischen Abwanderung und Aufbruch“

Sehr geehrte Anwesende, liebe Frauen, denen dieser Tag gewidmet ist, liebe gewählte Abgeordnete, liebe Gleichstellungbeauftragte.

„Stark. Sichtbar. Sächsisch.“ das klingt nach Selbstbewusstsein, nach Aufbruch, nach Fortschritt und Zukunftsfreude. Es ist genau das, wonach wir uns sehnen an einem Tag wie dem Internationalen Frauentag, dem 8. März. Und ja, der Internationale Frauentag ist ein würdiger Anlass um uns Frauen zu feiern, unsere Arbeit und das wofür wir stehen zu würdigen.

Es wurde viel erreicht: ein neues Gleichstellungsgesetzt ist nach 30 Jahren in Kraft getreten, es gab große Neustrukturierungen um die Vorgaben der Istanbul-Konvention umzusetzen oder die Kampagne Alltag ohne Gewalt.

Es ist aber ein Tag, der immer mehr an Bedeutung gewinnt, denn wenn wir ehrlich sind (und das sollten wir an einem solchen Tag sein), dann steht hinter dem Motto nicht nur Feierlichkeit, sondern ein ernstes strukturelles Problem.

Wir arbeiten uns ab, sie gewinnen dazu

Wir leben in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen, in der demokratische Gewissheiten brüchig sind und in der man sich gelegentlich fragt, ob wir die letzten Jahrzehnte politischer Bildung vielleicht im Gruppentarif rückabgewickelt haben. Wenn rund ein Fünftel der Bevölkerung mit autoritären Regierungsformen liebäugelt, dann können wir dem nicht mehr mit lapidaren Parolen entgegenkommen. Es ist ein ernstzunehmendes Warnsignal. Und es ist kein Zufall, dass antifeministische Einstellungen häufig Hand in Hand gehen mit demokratiekritischen und autoritären Haltungen. Jene die auf der ganzen Welt an Macht gewinnen.

In den letzten Tagen durfte ich eine Masterarbeit Korrektur lesen, die Antifeminismus in Ostsachsen beschreibt, im Schlussplädoyer der Autorin Nicole Marziarka heißt es zusammengefasst: „Antifeminismus operiert primär als offene Gegenmobilisierung, sondern eine Logik, die Prioritäten verschiebt. Nicht die Feindseligkeit, sondern ein Normalisieren von Antifeminismus ist am gefährlichsten“.

Pflicht, Demokratie und Realität

Die formale Gleichberechtigung ist in Deutschland verfassungsrechtlich abgesichert – zumindest auf dem Papier. Doch Papier ist geduldig doch Strukturen sind es nicht. Die Mitte-Studie zeigt seit Jahren: Antifeminismus ist kein Randphänomen, sondern anschlussfähig bis weit in die gesellschaftliche Mitte. Auch dieser Raum (der Sächsische Landtag) ist davon nicht ausgenommen. Wer also glaubt, Gleichstellung sei ein nerviges Mimimi von uns, weil längst erreicht, verwechselt juristische Norm mit sozialer Realität. Gleichstellung ist keine Folkloreveranstaltung für den März, an welcher wir uns alle über den alljährlichen Blumenstrauß freuen. Sie ist Gradmesser demokratischer Reife. Und genau hier beginnt eine Reise.

Junge Frauen zwischen Abwanderung und Aufbruch?

Junge Frauen engagieren sich. Und zwar nicht zu knapp. Über 60 Prozent bringen sich ein – in Vereinen, Initiativen, sozialen Projekten. Sie organisieren Nachbarschaftshilfe, Jugendgruppen, Klimaprojekte, Bildungsangebote, Sport. Kurz gesagt: Sie nehmen teil und halten den Laden am Laufen. Und dennoch fühlt sich nur etwa ein Drittel der jungen Frauen und Mädchen tatsächlich an Entscheidungsprozessen beteiligt. Das ist bemerkenswert in jeglicher Richtung. Mache ich auf diese Missstände aufmerksam ist das für mich klar: Strukturelle Exklusion. Werde ich zitiert, heißt es: „Frau Stölzel sieht in diesem Bereich „Optimierungspotenzial“. Entscheidungen werden über die Köpfe junger befragter Frauen und Mädchen hinweg getroffen – gerade im ländlichen Raum. Beteiligung existiert, aber oft in einer Form, die wir gern als dekorativ bezeichnen: Man darf mitreden, solange man nicht stört. Man darf dabei sein, solange man Leistung erbringt und falls nicht, eine muss ja aufräumen. Das sage ich nicht nur so, das sind echte Kommentare von befragten Mädchen aus Sachsen.

Selbstvertrauen ist kein Selbstläufer

Dabei wollen diese Frauen gestalten. Sie wollen Verantwortung übernehmen. Sie bringen Kompetenzen, Perspektiven und Motivation mit. Doch nicht einmal die Hälfte traut sich Führungsaufgaben zu. Warum? Weil Selbstvertrauen nicht im luftleeren Raum entsteht. Wer wiederholt erlebt, dass die eigene Meinung relativiert oder das eigene Geschlecht implizit mitbewertet wird, entwickelt keine souveräne Selbstverständlichkeit, sondern Vorsicht. Engagement von Frauen ist oft selbstverständlich – und gerade deshalb unsichtbar. Es wird erwartet, aber nicht besonders gewürdigt. Die Organisationsfähigkeit, die Empathie, die soziale Kompetenz gelten als „natürlich“. Und was als natürlich gilt, braucht offenbar keine strukturelle Förderung. Beteiligung braucht Mut. Und Mut entsteht nicht durch Appelle, sondern durch reale Einflussmöglichkeiten. Wer Mitsprache fordert, muss Macht teilen. Alles andere bleibt pädagogisch gut gemeint – und politisch folgenlos.

Phantom oder Phänomen?

Dabei sind wir das in Sachsen eigentlich gewohnt oder? Die „Ostfrau“ gilt bis heute als gesellschaftliches Phänomen: selbstständig, durchsetzungsfähig, ökonomisch eigenständig. Dieses Bild speist sich aus den unterschiedlichen Sozialisationserfahrungen vor der Wiedervereinigung und halten bis heute an. In der Deutschen Demokratische Republik war weibliche Erwerbstätigkeit strukturell vorgesehen. Berufstätigkeit war Normalität, nicht Option. Das klingt progressiv und war in vieler Hinsicht auch ein emanzipatorischer Faktor. Zugleich existierten selbstverständlich strukturelle Begrenzungen und Rollenzuschreibungen. Gleichberechtigung bedeutete nicht automatisch Gleichverteilung von Care-Arbeit. Dennoch hat sich ein Selbstbild etabliert: die Frau im Osten, die alles schafft. Vollzeit arbeiten, Kinder versorgen, Angehörige pflegen, Haushalt organisieren: effizient, belastbar, souverän. Ein Ideal, das beeindruckt. Und erschöpft. Für junge Frauen entsteht daraus ein mehrfacher Anspruch: Sie sollen autonom und ökonomisch unabhängig sein, gleichzeitig empathisch, verfügbar, leistungsstark, attraktiv und bitte möglichst stressresistent. Scheitern ist nicht vorgesehen. Überforderung ist privat zu lösen. Und können wir bitte alle aussehen, wie aus einer klassischen RomCom aus den 90er Jahren? Da waren wir doch schonmal weiter. Dieses Perfektionsnarrativ wird gesellschaftlich bewundert, aber selten kritisch reflektiert. Wer alles bewältigt, bekommt Applaus, aber keine strukturelle Entlastung. Die Last bleibt individuell, obwohl sie strukturell erzeugt wird. Man könnte sagen: Die Ostfrau ist stark. Man sollte ergänzen: Sie musste es sein. Und Stärke als Dauerzustand ist keine Ressource, sondern ein Risiko. Gleichstellung bedeutet daher auch, sich davon abzugrenzen und den Frauen die stärker als ihre männlichen Kollegen sein mussten entgegen zu treten.

Kommunale Wirksamkeit

Theoretisch ist die Arbeit für Mädchen und Frauen strukturell und gesetzlich verankert. Praktisch zeigt sich ein widersprüchliches Bild. Partizipationsansätze in der Jugendhilfe und geschlechterreflektierte Mädchenarbeit existieren nebeneinander, aber selten wirklich miteinander verzahnt. Die Kommune ist dabei der zentrale Ort demokratischer Erfahrung. Hier entscheidet sich, ob Mitbestimmung konkret wird oder abstrakt bleibt. Und hier wirken Machtverhältnisse besonders deutlich. Macht ist kein moralischer Vorwurf, sondern ein strukturelles Kräfteverhältnis. Junge Menschen verfügen aufgrund politischer und demografischer Rahmenbedingungen über begrenzte Durchsetzungsmöglichkeiten. Wenn dann geschlechterbezogene Zuschreibungen hinzukommen, reduziert sich der Einfluss weiter.

Standortpolitik ist Frauenthema

Gleichstellung wird ja gern als „Frauenthema“ isoliert. Tatsächlich durchzieht sie sämtliche Politikfelder. Ein Beispiel: der öffentliche Nahverkehr. In meiner Studie zu Jugendbeteiligung erzählen mir Befragte, dass junge Männer sagen „ÖPNV muss sich lohnen“. Wir wissen lange, Frauen nutzen ihn häufiger als Männer, sie sind oft darauf angewiesen. Und sie organisieren ihren Alltag in komplexen Wegeketten – Kita, Arbeit, Einkauf, Pflege. Kennen wir oder? Studien zeigen, der klassische Weg eines Mannes ist der von zu Hause auf Arbeit und zurück. Ein ausgedünnter ÖPNV ist keine neutrale Sparmaßnahme, sondern eine reale Einschränkung von Teilhabe. Mobilität ist Infrastruktur. Infrastruktur ist Macht. Und Macht ist Geschlechterfrage. ÖPNV lohnt sich also immer.  

Ähnlich verhält es sich mit Care-Arbeit. Wenn Kitas teurer werden oder Ganztagsangebote entfallen, rutscht Betreuung zurück in die Familien – und dort überwiegend auf die Schultern von Frauen. Die Folgen sind reduzierte Erwerbszeiten, geringere Einkommen, niedrigere Renten. Altersarmut ist kein individuelles Versagen, sondern strukturelles Ergebnis. Altersarmut ist weiblich.

Wer Gleichstellung relativiert, relativiert reale Lebensverläufe.

Abwanderung ist Flucht

Ein besonders gravierendes Problem in Sachsen ist die Abwanderung junger, gut ausgebildeter Frauen. Sie erzielen im Schnitt höhere Bildungsabschlüsse, verlassen jedoch ländliche Regionen, weil Karrierechancen, kulturelle Offenheit oder Sicherheitserfahrungen nicht ausreichend vorhanden sind. Das Resultat sind demografische Schieflagen und Fachkräftemangel. Regionen verlieren nicht nur Menschen, sondern Perspektiven. Frauenförderung ist daher keine ideologische Spielerei. Sie ist Standortpolitik. Wer möchte, dass junge Menschen bleiben, muss Rahmenbedingungen schaffen, in denen Frauen sich respektiert, sicher und beruflich verwirklicht fühlen können.

Bleiben bringt die Perspektiven

Und ich darf aus eigener Erfahrung und derer die in unserem Netzwerk FwieKraft aktiv sind sprechen: Jene Frauen die bleiben vierdienen Aufmerksamkeit. In sächsischen Regionen sind es häufig Frauen, die Transformationsprozesse gestalten: im Wandel, im Kohleausstieg, in regionalen Initiativen, in nachhaltigen Projekten. Sie organisieren Netzwerke, moderieren Aushandlungsprozesse, denken langfristig. Ihre Diese Arbeit ist nicht laut, aber wirksam. Sie zeigt, dass Transformation nicht nur wirtschaftlich, sondern sozial und kulturell gedacht werden muss. Das gilt nicht nur für Kohleregionen auf die alle Wirtschaft in Sachsen aufbaut, sondern auch für die der Schwibbögen, der Rennpappe, die Orte der Sterne, Geigen, Pfefferkuchen oder Eierschecke.

Heldinnen des Alltags

Oft reden wir über die Frauen, die wegziehen. Über Abwanderung, Fachkräftemangel, verlorenes Potenzial. Aber wer die Zukunft der Region wirklich kennt, das sind die Frauen, die zurückkommen, die bleiben. Diejenigen, die tagtäglich gegen schlechte Rahmenbedingungen ankämpfen, Strukturen aushebeln, Kompromisse eingehen und trotzdem gestalten. Die wissen, warum sie hierbleiben, welche Chancen die Region bietet: Raum für eigene Ideen, Platz für Familie, bezahlbare Mieten, Nähe zur Natur – Dinge, die in urbanen Zentren oft Luxus sind. Aber sie wissen auch genau, wo der Schuh drückt: passende Jobs sind rar, Pendeln wird zur Normalität, Kitas, Ganztagsangebote, Nahverkehr. Wer bleibt, muss kämpfen, strukturell, sozial, emotional. Frauen kennen die Probleme aus erster Hand, sie leben die Schnittstellen zwischen Wirtschaft, Bildung, Soziales, Kultur und Infrastruktur jeden Tag. Sie sind Expertinnen für die Realität vor Ort – nicht nur für statistische Modelle.

Potenz ist Weiblich

Und deshalb ist es wichtig zu wissen: Gerechtigkeit potenziert sich. Wenn wir die Frauen stärken, die bereits da sind, schaffen wir die Sichtbarkeit, die andere dazu bewegt, zu bleiben oder zurückzukommen. Das gelingt nur, wenn wir das große Ganze im Blick haben: vom Ausgleich der Sorgearbeit über einen verlässlichen ÖPNV bis hin zur medizinischen Vorsorge. Wenn ein Teil des Systems gerechter wird, bewegt sich das gesamte Konstrukt nach vorne.

Die Datenlagen zu Frauen in Sachsen sind rar. Unser aller Auftrag ist daher die Frauen zu fragen! Hören wir ihnen zu! Hört uns zu!

Gleichstellungsbeauftragte sind KEINE OPTION!

Förderung tatsächlicher Gleichberechtigung ist auch Teil der Verfassung des Freistaates Sachsen und enthält entsprechende Bestimmungen. Das ist kein freundlicher Hinweis, sondern ein klarer Auftrag, auch wenn wir das neuerdings wieder diskutieren müssen.  Es funktioniert nicht, steigende Gewaltzahlen zu beklagen und gleichzeitig Strukturen der Gleichstellungsarbeit infrage zu stellen. Das ist, als würde man sich über einen Wasserschaden beschweren und gleichzeitig das Dach abdecken, weil es Kosten verursacht.

Bestrebungen, Gleichstellung von einer Pflicht- in eine freiwillige Aufgabe umzuwandeln, sind daher mehr als haushaltspolitische Details. Es ist ein Raum rechtspopulistischer Ausgrenzung. Unsere Gleichstellungsbeauftragten bieten nicht nur Schutzräume, Präventionsarbeit und Beratung. Es sind starke, selbstbewusste Frauen, mit einem starken Netzwerk, die für die Rechte von Frauen und Minderheiten einstehen. Das ist kein 40h Job am Schreibtisch, das ist echte Basisarbeit. Und Sie können Raten, wem das Angst macht.  Gleichstellung ist kein Nice-to-have für wirtschaftlich gute Zeiten. Sie ist Fundament demokratischer Ordnung.

Alle oder nichts!

Dieser Antifeminismus steht selten isoliert. Er ist häufig verknüpft mit Rassismus, Antisemitismus und antidemokratischen Ideologien. Wer Gleichheit infrage stellt, stellt letztlich gleiche Würde infrage. Und das ist keine rhetorische Zuspitzung, sondern eine politische Realität. Wir müssen uns bewusst machen: Feminismus, der nicht alle Frauen einschließt, ist kein Feminismus. Ein Privileg verteidigen, während andere noch draußen vor der Tür stehen, ist keine Befreiung. Unser Blick muss intersektional sein – wir kämpfen für alle, unabhängig von Herkunft, angeborenem Geschlecht, Behinderung oder sozialem Status.

Gerade deshalb braucht es Räume, in denen differenziert gedacht wird. Räume, in denen Zuhören wichtiger ist als Schlagfertigkeit. Räume, in denen demokratische Werte nicht relativiert, sondern verteidigt werden. Es ist anstrengender geworden, Haltung zu zeigen. Ich weiß das, ich fühle das und ich weiß Sie/ihr tut es auch. Es ist anstrengender, solidarisch zu sein und zu bleiben. Kampf um Gleichstellung passiert selten leise, nicht im Hintergrund, nicht zwischendurch. Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen – sie bekommen nichts.“ Das Zitat von Simone de Beauvoir ist viel mehr als eine Aufforderung, es ist eine demokratische Pflicht. Stille ist keine Enthaltung mehr, es ist Schutz von Tätern und verspottet Opfer. Demokratie war nie ein Wellnessprogramm. Sie lebt von Beteiligung, Widerspruch und Verantwortung. Das ist anstrengend, das tut weh, aber es kommt dieser Moment, es tut auch gut. Wenn viele Frauen ihre Stimme erheben, gewinnen nicht nur die die sprechen. Es stärkt auch die, die nicht mehr sprechen können und die noch sprechen lernen.  Es gewinnt die Demokratie für alle.

„Stark. Sichtbar. Sächsisch.“

darf kein einmaliges Veranstaltungsmotto bleiben. Es muss ein Anspruch sein. Denn Gleichberechtigung ist kein Trend, keine ideologische Mode, kein optionaler Haushaltsposten. Sie ist Grundrecht, Standortfaktor, Demokratieprinzip. Und wenn wir das ernst nehmen, heute, morgen und das ganze Jahr, wenn wir das wirklich ernst nehmen, dann hören wir auf, so zu tun, als sei das alles längst Normalzustand. Denn, wir rollen rückwärts. Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass immer mehr Mädchen und jungen Frauen Tradwifes und Remigration Linkes geben.  Wir haben schon viel erreicht. Für uns wurde so viel erreicht.  Wir sind wirksam, weil wir zusammenhalten. Jede Initiative, jede Stimme, jede Idee macht uns stärker. Die Frauen vor uns haben unter härteren Bedingungen gekämpft, sie waren unsere Vorreiterinnen. Wir können nicht zulassen, dass ein Backlash ihre Errungenschaften infrage stellt. Nicht für sie, nicht für uns und nicht für alle die, die noch kommen. Es ist eine Ehre hier zu stehen und sprechen zu dürfen. Ich weiß, dass Sie/Ihr hier alle für viele wichtige Themen kämpfen, jeden Tag, grade deshalb: Jetzt ist die Zeit, zusammenzustehen, sichtbar zu sein, Verantwortung zu übernehmen. Gemeinsam handeln wir, gestalten unsere Gesellschaft, stärken Netzwerke und schaffen Perspektiven – nicht irgendwann, nicht irgendwo, sondern jetzt und hier. Wir sind stark, wir sind sichtbar, hier in Sachsen und darüber hinaus.

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Literaturverzeichnis:

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  • Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (2007): Frauen – Männer – Räume. Bonn.
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  • Kulturbüro Sachsen e.V. (2025): „Sachsen rechts unten 2025“. Queerfeindlichkeit und Antifeminismus – aktuelle Entwicklungen und neue Feindbilder der extremen Rechten in Sachsen. Dresden.
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  • Walk, P. (2024): From parity to degrowth: Unpacking narratives of a gender just transition. In: Energy Research & Social Science, 112, Art.-Nr. 103513.

 

Franziska Stölzel...

... ist Wissenschaftlerin für Wandel- und Transformationsprozesse. Obwohl es sie nach ihrem Studium zunächst nach Südamerika gezogen hat, war für sie immer klar, dass sie zurück in die Lausitz möchte. Aktuell lebt sie in Weißwasser. Sie ist in verschiedensten Projekten aktiv und unterstützt die Initiative F wie Kraft seit vielen Jahren.

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